
Warum Ihre UV-Lampen in der Druckmaschine versagen
Ich war in etwa 3.000 verschiedenen Druckereien. Nach all diesen Besuchen wird man auf ein Muster aufmerksam: Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Leistung einer UV-Lampe in einem sauberen, ruhigen Labor und deren Leistung unter den Bedingungen eines echten Produktionsbereichs.
Meistens wird die Schuld für einen vorzeitigen Versagen der energiesparenden Lampe dem Glühfaden zugeschrieben. Doch das ist selten der Fall. Der eigentliche Grund liegt darin, dass die Lampen einfach nicht für die Hitze und die ständigen Vibrationen in einer Druckmaschine konzipiert wurden.
Die richtige Leistungskonfiguration
Das Ziel ist einfach: So viel UV-Energie wie möglich aus jedem Watt herauszuholen. In Ihrem Fall benötigen Sie genügend Energie, um Mikroben abzutöten oder Tinte zu trocknen – aber nicht so viel, dass das Substrat beschädigt wird.
Dafür verwenden wir hochreines Quarzglas. Dadurch kann das Licht mit einer Wellenlänge von 253,7 nm durch den Glaskörper strahlen, anstatt dort stecken zu bleiben. Wir haben außerdem auf alte magnetische Transformatoren verzichtet. Diese erzeugen Störungen bei 50/60 Hz und verschwenden dabei viele Energieressourcen als Wärme. Durch den Einsatz elektronischer Ballastgeräte halten die Lampen länger und es bleibt kühler.
Konstruktion für harte Bedingungen
Industrielle Lampen müssen vielen Belastungen standhalten. Sie befinden sich in einer Umgebung voller Vibrationen und Schmutz. Um der Hitze entgegenzuwirken, nutzen wir verstärktes Aluminium zum Kühlungsziel. Das ist eine einfache Lösung – doch sie funktioniert. Wenn das Quarzglas zu heiß wird, sinkt die UV-Leistung der Lampe. Zudem verwenden wir verriegelbare Anschlüsse. Denn das Letzte, was man während eines Hochleistungsbetriebs braucht, ist, dass die Lampe locker wird und die Produktion zum Stillstand kommt.
Hinweise zur Stromversorgung
Diese Lampen sind nicht einfach in irgendeine vorhandene Stromversorgung einzubauen. Sie sind anspruchsvoll. Wenn die Spannung um mehr als 5 % schwankt, verbrennen die Glühbirnen schneller, als eigentlich nötig wäre.
Kompromisse
Hocheffizienz bedeutet in der Regel auch eine langsamere Erwärmungszeit. Man kann nicht einfach den Schalter umlegen und sofort volle Leistung erwarten. Man muss diese Zeit in den Produktionsplan einbeziehen.
Und obwohl diese Lampen Ihnen erheblich Geld beim Stromverbrauch sparen können, haben die elektronischen Steuergeräte einen Nachteil: Staub. Sie mögen Staub überhaupt nicht. Halten Sie Ihre Geräte gut verschlossen – oder putzen Sie sie mindestens einmal pro Woche aus. Das dauert zwar zwei Minuten, verhindert aber ein vollständiges Versagen der Geräte mitten in einer wichtigen Aufgabe.