
Umgang mit Störungen in hochdichten UV-Systemen
Wenn Sie mehrere große Druckmaschinen in derselben Werkstatt betreiben, wissen Sie, dass es dort ziemlich laut ist. Ich meine nicht nur den Lärm, den man hören kann – ich meine auch das elektrische Chaos. Durch die Hochspannungsballastgeräte sowie die Stromversorgungssysteme, die tausendmal pro Sekunde ein- und ausgeschaltet werden, entsteht im Grunde eine Art „Sturm“ aus elektromagnetischen Störungen.
Wenn Ihre UV-Lampen nicht dafür ausgelegt sind, solche Störungen zu bewältigen, wird alles chaotisch. Die Lampen gehen viel zu früh kaputt. Oder noch schlimmer: Die Maschine stoppt plötzlich ohne erkennbaren Grund – weil ein „Falschersignal“ den Sensor auslöst. Das ist wirklich ein Albtraum.
Wie wir solche Störungen vermeiden
Wir bauen unsere UV-Systeme so, dass sie all diese Störungen ignorieren können. Der größte Teil der Arbeit besteht darin, eine effektive Abschirmung zu schaffen und den Stromfluss richtig zu filtern. Wir verwenden verstärkte Abschirmungen für die Ballastgeräte, damit die elektromagnetischen Felder innerhalb dieser Geräte bleiben. Dadurch wird verhindert, dass eine Lampe die nächste beeinträchtigt. Stellen Sie sich vor: Wenn zehn Lampen gleichzeitig in einer 5-Meter-langen Druckmaschine arbeiten, kann der entstehende Lärm sogar einen empfindlichen PLC lahmlegen. Um das zu vermeiden, halten wir die Hochfrequenzantriebe sowie die Steuerlogik in separaten Bereichen unter.
Konsistenz gewährleisten
Unter Stabilität verstehen wir nicht einfach nur ein „glattes Arbeitserlebnis“. Vielmehr geht es darum, sicherzustellen, dass die UV-Strahlung genau dort ankommt, wo sie hingehört – unabhängig davon, was die Maschinen nebenan tun. Wir verwenden leistungsstarke Kondensatoren sowie gefilterte Eingänge, um den Stromfluss zu bereinigen. So bleibt die Lichtintensität konstant. Wenn die Lichtintensität schwankt, entstehen ungleichmäßige Behandlungsergebnisse. Dann haben Sie Probleme mit ungleichmäßig behandelten Flächen – und müssen die Arbeit zweimal wiederholen.
Die Realitätsbedingungen
Bessere Schutzmaßnahmen gegen Störungen benötigen mehr Platz. Man kann einfach keinen hochwertigen EMI-Filter in ein kleines, billiges Gehäuse stecken. Wenn Sie auf eine kompakte Lösung bestehen, muss man auf einige Abschirmmaßnahmen verzichten. Deshalb rate ich immer dazu, die Elektrikskästen etwas größer zu dimensionieren. Das ist ein kleiner Preis, um unerwartete Stillstände zu vermeiden.
Ein letzter Tipp: Verbinden Sie diese Geräte mit einem speziellen, geerdeten Netzwerk. Wenn die Erdung nicht richtig funktioniert, spielt es keine Rolle, wie gut die Abschirmung ist – die Störungen dringen trotzdem in die Sensoren ein. Wenn die Erdung richtig gestaltet ist, werden die Lampen endlich nicht mehr mit der Elektronik der Druckmaschine kämpfen.