
Wenn Sie Druckverfahren wie UV-Offset-, Flexodruck oder Siebdruck für Großkunden anbieten, kennen Sie bereits die beiden Aspekte, die nicht verhandelbar sind: die Markenkonsistenz sowie die Betriebszuverlässigkeit. Bei der Entwicklung eines eigenen Produktprogramms muss die Trocknungsplattform wiederholbar sein – etwas, was man einmal festlegen kann, gründlich testen und anschließend ohne Überraschungen bei allen Kunden einsetzen kann.
Unsere Hochspannungsmercury-UV-Lampen wurden genau unter Berücksichtigung dieser Anforderungen entwickelt. Der technische Kern dieser Lampen besteht aus einem Hochdruck-Mercury-Strahlungsquellen, wobei die dominante Wellenlänge bei 365 nm liegt. Zudem gibt es eine starke Strahlungsleistung bei 313 nm und 385 nm. Dieses Spektrum entspricht der Absorption des Photoinitiators in Standard-UV-Tinten und -Beschichtungen. Die Spitzenleistung bleibt dank eines mit Wolfram angereicherten Quarzgehäuses sowie eines dichroitisch beschichteten Reflektors stabil – dadurch bleibt das Spektrum erhalten, während überschüssige Infrarotstrahlung vermieden wird.
Wir messen die Leistung dort, wo sie wirklich wichtig ist – nämlich auf der Untergrundebene, in Einheiten von mJ/cm² – und nicht nach der Nennleistung der Lampe. Typische Anlagen erreichen eine Leistung von über 1.000 mJ/cm² bei einer Arbeitsentfernung von 200 mm und einer Lampenbogenlänge von 300 mm. Dadurch wird eine vollständige Vernetzung der Materialien erreicht – bei Geschwindigkeiten von bis zu 12.000 Blättern pro Stunde im Offsetdruck und bis zu 200 m/min im Flexodruck – ohne Probleme wie Verkleben der Materialien oder Farbbreißen.
Diese Plattform eignet sich hervorragend zur Entwicklung eigener Markenprodukte, da sie modulär und wiederholbar ist. Wir liefern Lampensysteme, die direkt für den Einsatz in Produktionen geeignet sind – mit konfigurierbaren Bogenlängen, Anschlussoptionen sowie Montagehardware. Zudem liefern wir alle notwendigen Dokumentationen bezüglich der Spektralkonfiguration, der Geometrie des Reflektors sowie der Kompatibilität mit der Stromversorgung. So behalten Sie die Kontrolle über die Eigenschaften Ihrer Produkte, während Sie gleichzeitig von einer im Feld bewährten Lampenarchitektur profitieren.
Der Vorteil liegt auf der Hand: weniger Ausfälle im Betrieb, weniger Unterschiede zwischen den Lampen sowie Planbarkeit der Trocknungszeiten.
Allerdings gibt es auch Nachteile: Hochspannungsmercury-Lampen benötigen passende Zündvorrichtungen und Ballastkomponenten. Zudem brauchen sie Zeit, um sich auf ihre Betriebsweise einzustellen. Bevor Sie sich für eine Variante entscheiden, überprüfen Sie unbedingt die Spannung der Stromversorgung, die Strombegrenzungen sowie die Vorwärmefunktionen.
Vergessen Sie außerdem nicht die Kühlung und die richtige Ausrichtung der Lampen. Halten Sie die Temperatur des Reflektors innerhalb der zulässigen Grenzen – eine Überhitzung führt schneller zu einem Rückgang der Leistung als das normale Alterungsprozess der Lampe.