
Bei Druckmaschinen wird die Stillstandzeit nicht in Minuten gemessen – vielmehr geht es um verschwendete Materialien und verpasste Fristen. Wenn eine UV-Lampe ausfällt, muss sie sofort ausgetauscht werden, damit wieder die richtige spektrale Ausstrahlung sowie Energieintensität erreicht werden.
Wir haben diese tragbaren UV-Härtungslampen mit einem modularen Aufbau entwickelt – mit einer Schnellanschluss-Schnittstelle. Der Lampenmodul kann in weniger als zwei Minuten ohne Werkzeuge eingebaut werden, sodass man sofort wieder mit der Härtung fortfahren kann.
Was wirklich wichtig ist: Wir verwenden Quecksilberdampflampen mit stabiler spektraler Ausstrahlung bei 365 nm für Standard-Tinten sowie bei 385–405 nm, wenn eine tiefere Penetration erforderlich ist – beispielsweise bei dicken Flexodruckbeschichtungen oder bestimmten pigmentierten Formulierungen. Die maximale Strahlungsintensität liegt bei mehr als 1.200 mW/cm² in der Arbeitsentfernung – das reicht aus, um eine vollständige Vernetzung zu erreichen.
Ein dichroisierend beschichteter Reflektor sorgt dafür, dass die Wärme vom Substrat ferngehalten wird und die Effizienz der Lampe konstant bleibt. Die ozongfreie Quarzkapsel schützt sowohl den Bediener als auch die Materialien. Die tragbare Einheit wird durch einen versiegelten Akku betrieben – dieser hält einen vollen Arbeitstag aus. Die Spannungs- und Stromregelung verhindert, dass die Leistung sinkt, wenn sich der Betriebszyklus ändert.
Warum das im Werksalltag funktioniert: Das modulare Design ist auf die Realitäten im Druckbereich zugeschnitten: schnelles Austauschen, präzise Ausrichtung sowie wiederholbare Ergebnisse. Dadurch bleibt die Härtungskontinuität gewährleistet, die Vorbereitungszeit wird verkürzt und Verschwendung durch unvollständig gehärtete Tinten wird vermieden.
Beim Offsetdruck funktioniert alles reibungslos, wenn das 365-nm-Profil mit der Absorption des Photoinitiators übereinstimmt. Bei Flexodruck und Siebdruck sorgen die 385–405-nm-Varianten dafür, dass auch dicke Beschichtungen vollständig gehärtet werden können, ohne dass es zu Beeinträchtigungen an der Oberfläche kommt.
Ein paar praktische Hinweise: Passen Sie die Wellenlänge an die Chemie Ihrer Tinte an und stellen Sie sicher, dass die Arbeitsentfernung der tatsächlichen Anforderungen des Substrats entspricht. Der Akku muss regelmäßig aufgeladen werden – lagern Sie ihn bei 40–60 % Ladestand, um eine Abnahme der Kapazität im Laufe der Zeit zu vermeiden.
Der schnell austauschbare Modul kann vor Ort ersetzt werden – doch nach jedem Austausch muss die Ausrichtung des Reflektors überprüft werden. Dadurch bleibt die Strahlungsintensität über die gesamte Behandlungsdauer gleichmäßig.